Speedboat überladen

Heute morgen haben wir jeder ein trockenes Baguette zu uns genommen. Mehr haben wir unserem Magen vor der Bootsfahrt zum Festland nicht zugetraut.

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Um 10Uhr sollte die Fähre starten. Allerdings hatte sie diesmal Verspätung. Als die Fähre ankam, war wieder der Mann da, der die Gäste empfangen wollte, aber irgendwie wollte keiner vom Boot steigen, weil wohl alle Insassen zum Festland wollten. Das war ein Problem, denn die Fähre war voll und es standen noch locker 40 Leute am Pier, die mit wollten. Unter anderem auch wir.
Ein europäisch wirkender Mann, der für die Regelung auf dem Boot zuständig war, wollte keine Leute mehr drauf lassen, aber die Thai auf dem Pier hat einfach alle auf das Boot drauf gescheucht. Wir kamen zu letzt drauf. Es gab nicht mal mehr Stehplätze. Wir wurden einfach auf den Bug des Speedboats verladen. Das war Anfangs gar nicht so witzig, wenn man weiß, daß dort eigentlich nur ein schmaler Platz ist, um um das Boot drum herum zu gehen und keine Möglichkeit zum Festhalten.
Wir saßen dort mit 6 Leuten eng aneinander gequetscht und hatten unsere Rucksäcke auf, damit wir wenigstens etwas Gewicht hatten, was uns auf dem Boot hält.
Wenige Stunden vorher sagte ich zu Jasmin noch auf dem Zimmer: „Ne, Sonnencreme brauchen wir noch nicht drauf machen, wir sitzen ja gleich im Boot.“
Kann ja keiner ahnen, dass wir draußen sitzen müssen. Und an Sonnencreme kamen wir während der Fahrt erst recht nicht dran. Tja, ich habe nun den schlimmsten Sonnenbrand auf Beinen und Armen, wie ich ihn noch nie zuvor hatte.
Während der Fahrt hörte man, wie sehr der Motor des Speedboats mit der Überladung zu kämpfen hatte. Wir haben auch die doppelte Zeit, als angegeben benötigt.

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Am Festland angekommen, waren wir heil froh wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Kein Motorschaden, nicht untergegangen, also alles gut.

Am Pier haben dann schon Sabrina und Johannes auf uns gewartet, die wir auf Koh Rong Samloem kennengelernt haben.

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Wir haben uns im nächstbesten Guesthouse ‚@home‘ eingenistet. 25$ wollten die pro Nacht. Über Agoda hätte es nur 19$ gekostet. Wir haben der Rezeption den Preis im Internet gezeigt und sie war bereit auf 20$ runter zu gehen. Sie hat uns zu den Zimmern gebracht und uns kam vor der Tür ein stechender unangenehmer Geruch entgegen. Als wir das Zimmer betraten, wussten wir auch warum. Feuchtigkeit lief von den Wänden und der Schimmel hatte wahrscheinlich schon ein Eigenleben.
Sabrina und Johannes haben sich darum gekümmert und haben uns allen schimmelfreie Zimmer zwei Etagen höher verschafft.

Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, sind wir zum nächsten Reisebüro und haben uns die Busfahrt nach Koh Chang für 25$ pro Person für den nächsten Tag gebucht.

Ich habe mir erstmal im benachbarten Massagesalon eine Aloe Vera Packung für meinen Sonnenbrand geben lassen. Während das ganze eine Stunde einwirken musste, habe ich eine Kopfmassage erhalten und bin dabei eingenickert.
Zum Abend hin waren wir mit Sabrina und Johannes noch essen und sind sehr zeitig schlafen gegangen, weil wir am nächsten Morgen die 9Std Busreise nach Koh Chang antreten wollten.

Bildquellenangabe: Nadine Hoffmann / myreiserei

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