Abgeschnitten von der Außenwelt

Das Speedboat startete pünktlich um 9Uhr. Ich bin immer wieder erstaunt, dass das alles so gut klappt.


Am Festland habe ich nochmal gecheckt, was die Unterkünfte auf der Insel kosten. Mit 25$ sollte man schon einen einfachen Bungalow bekommen. Die Überfahrt ging recht fix. Nach 40 Minuten sind wir angekommen. Mit unseren Rucksäcken bepackt, haben wir uns zu den ersten Bungalows begeben. Im Orchid Resort sollte ein Bungalow 55$ kosten. Das war uns definitiv zu viel.
Mit Sack und Pack sind wir dann am Strand weiter zu den nächsten Bungalows. Die Hitze war schon so derbe, dass ich Jasmin mit dem ganzen Gepäck im Schatten eines Baumes zurück gelassen habe und mich allein am Strand auf die Suche gemacht habe.  Die nächsten Bungalows sahen sehr runtergerockt aus. Die konnten ja wohl nicht teuer sein.
An der Rezeption fragte ich, ob noch etwas frei ist. Es war noch einer frei und sollte 40$ kosten. Das war immer noch zu viel. Ich bedankte mich und ging weiter. Ich habe keine 20 Schritte geschafft und der Strand wirkte bei den Temperaturen so unendlich lang, dass ich zurück gegangen bin und mir den Bungalow für 40$ angeschaut habe.
Zum Glück waren hier Grad zwei am auschecken, die ich erstmal befragen konnte.
Die beiden haben ebenfalls, alle Bungalows am Strand abgecheckt und mussten leider feststellen, dass dieser Bungalow mit 40$ tatsächlich der günstigste ist.
Also habe ich ihn genommen.

Man muss dazu sagen, dass es auf der Insel kein Stromnetz, kein WLAN und keinen Empfang gibt.
Wir hatten Solar Panel auf unserem Dach. So konnte der Akku tagsüber Energie laden und nachts funktionierte dann der Ventilator im Bungalow für 3 Stunden.

Am Strand entlang bin ich zu Jasmin zurück und habe sie mit dem Gepäck abgeholt.
Im Bungalow angekommen mussten wir direkt duschen. Haben uns mit Sonnencreme gegen die Sonne und Kokosöl gegen die Strandfliegen eingeschmiert. Man war das eine schmierig, klebrige Kombination.
Unser nächstes Projekt war es, unsere Hängematten aufzuspannen. Es hat sich definitiv gelohnt sie einzupacken.

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In dem Moment kam auch ein Pärchen im Nachbarbungalow an. Sabrina (23) und Johannes (25) aus der Nähe von Stuttgart. Sie waren vorher auf der anderen Seite der Insel, dort war es ähnlich teuer und es gab keinen Sandstrand. Also hatten wir es hier schon ganz gut getroffen. Wir kamen super nett ins Gespräch und haben den Rest des Tages gemeinsam verbracht.

Gegen Mittag/Nachmittag wollten wir im angrenzenden Restaurant etwas Essen. Wir haben uns gewundert, dass keine Bedienungen an den Tisch kamen und es nur eine Menükarte an der Theke gab. Diese habe ich direkt abgegriffen und mit an unseren Tisch genommen. Die Preise in der Karte haben mich für Khmer Verhältnisse erschlagen.
Als wir uns für unser Essen entschieden haben, bin ich wieder zur Theke zum Bestellen. Es wurde gefragt, ob wir mit den Chinesen auf dem Boot gekommen sind. Ich verneinte dieses und sagte, dass wir Gast im Bungalow sind. Er sagte, dass wir dann aber warten müssen, bis die Chinesen wieder weg sind, weil sie an diese kein Essen ausgeben wollen. Da sie sonst nicht genug für die Gäste in den Bungalows haben.

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Nachdem wir gegessen haben und uns kurz in den Hängematten ausgeruht haben, sind wir ins Wasser zum Plantschen.

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Das Wasser war sehr flach und man konnte ewig weit ins Wasser raus laufen. Bestimmt 20 Meter. Vorn war das Wasser warm, wie im Babybecken, aber weiter draußen wurde es dann frisch und angenehm. Den Rest des Tages haben wir abwechselnd im Wasser und in den Hängematten verbracht.

Abends haben wir uns noch ein Garlic Bread bestellt, auf dem kein Garlic war, aber dann gab es halt noch einen frischen Obstteller hinterher.
Anschließend haben wir uns dann noch mit Sabrina und Johannes ein Bierchen auf der Veranda genehmigt und sind dann schon um 22uhr ins Bett.

Die Insel ist einfach ein Traum. Wie man es von Bildern kennt. Wenn es nicht so teuer gewesen wäre, dann wären wir auf jeden Fall länger geblieben. Es tut auch sehr gut, einfach mal nicht erreichbar zu sein. Ich komme bestimmt nochmal hier hin zurück, aber dann mit mehr Geld.

Bildquellenangabe: Nadine Hoffmann / myreiserei

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